Geschrieben von Michael.B am 27. September 2001 10:30:07:
Als Antwort auf: Wie kann das?? geschrieben von Pleff am 26. September 2001 21:03:25:
Hi Pleff,
da sprichst Du einen Klassiker an( such mal unter Zündkerzen, das hatten wir schonmal!)
Die Kerzenbestückung ab Werk ist für ein schnell bewegtes Vielfahrerauto ausgelegt, im Kurzstreckenbetrieb werden die einfach nicht warm genug um Rußansätze wegzubrennen.Manchmal reichet es schon 3 - 4 mal zu starten und zu rangieren, dann wars das.
Abhilfe:
Trick eins ( der Beste und einfachste): Kein extremer Kurzstreckenbetrieb.
Trick zwei: Umrüstung auf die im 3,5 verbaute Transistorzündung - die liefert höheren Zündstrom uind ist weniger Nebenschlussempfindlich. Nebenschluss bedeutet, wenn die Zündspannung langsam ansteigt( die ist nicht schlagartig voll da, sondern steigt innerhalb einer gewissen Zeit auf ihr Maximum, dann springt erst der Funke über) kann sie über den Rußansatz wegkriechen, da dieser elektrisch leitet - dann gibts keinen Funken.
Trick vier: Kerzenwechsel, viele schwören auf NGK ( funktioniert, aber nur weil die Vergleichsliste einen anderen Wärmewert der Kerze beinhaltet,schlicht Übersetzungsfehler)Bei Vollast möchte ich die NGK nämlich nicht haben, denn die wird dann zu heiss - bloß merkt das keiner.....
Trick drei: bei Autos die ohnehin etwas zu fett laufen ( häufig bei alten Einspritzern!!) und womöglich noch Öl verbrennen hilft Kerzenwechsel auf Platinkerzen. ( Schweineteuer, aber die verbrennen alles. Nachteil: der Motor läuft Aussetzerfrei bis zum Exitus - der kommt dann mit nem Riesenknall....)
Brauchbarer Kompromiss: Bosch W5 DCP. Originalkerze der Erstausrüstung aber mit Platinmittelelektrode statt Kupfer. Ziemlich unempfindlich gegen Verussen, aber noch erkennbares Kerzenbild, sodass man Verbrennungsstörungen noch erkennt.
Soviel aus dem Nähkästchen.
Mehr davon ( Hoffentlich!) beim Workshop.
Paar Tricks und Kniffe hab ich ja noch auf Lager...
Grüße
Michael