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Re: Technische Laienfrage 20 Jahre 4 Monate her #65722

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Geschrieben von Norbert am 18. November 2005 12:46:48:
Als Antwort auf: Re: Technische Laienfrage geschrieben von Andi_H am 18. November 2005 11:26:30:

Aha.
Kannte ich so nicht. Um den zu großen Leerweg bei Belagverschleiss zu verhindern stellt man eine Trommelbremse doch nach, wenn sie das nicht automatisch tut. Ich aber nur die Trommelbremskonstruktionen das nur von Käfern, Minis (muß nachgestellt werden) und D-Kadetts (selbstnachstellend, solange es funktioniert).
Norbert (mit Restzweifeln)




Re: oder doch auf Ethanol umsteigen? (o.T.) 20 Jahre 3 Monate her #65798

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Geschrieben von 250SEmart am 21. November 2005 21:36:41:
Als Antwort auf: oder doch auf Ethanol umsteigen? (o.T.) geschrieben von majus am 16. November 2005 18:22:33:

Moinsen,
habe auch schon ein bißchen zu diesem Thema gestöbert. Bleiben die üblichen Fragen. Materialverträglichkeit (z.B Korrosion,Ventilsitze, Dichtungen), Zündung/Verbrennung, Beschaffbarkeit, Umrüstungsaufwand…
Einen Vorteil hätte die Angelegenheit. Man müßte nix zusätzliches wie Extratank, Leitungen, Verdampfer usw. verbauen. Bliebe gewissermaßen alles beim alten. Denn wenn ich das bisher dazu Gelesene richtig verstanden habe reduzierte sich Aufwand auf eine korrekte Einstellung der Zündung, wenn denn materialtechnisch nix dagegen spricht…
Schon irgendwo fündig geworden, was uns in Bezug auf unsere Kaleschen weiterbrächte?
dem Ethanol nicht abgneigte Grüße
Martin




Re: oder doch auf Ethanol umsteigen? (o.T.) 20 Jahre 3 Monate her #65842

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Geschrieben von majus am 23. November 2005 00:37:10:
Als Antwort auf: Re: oder doch auf Ethanol umsteigen? (o.T.) geschrieben von 250SEmart am 21. November 2005 21:36:41:

Moin Maddin,
hier f27.parsimony.net/forum67433/ gibt es ein paar Hinweise, so wie es aussieht, ist Methanol der Schnaps, der Leitungen frißt, Ethanol scheint OK zu sein. Aber, wegen geringerer Energiedichte müssen bei Vergasern andere Düsen eingebaut werden, das hieße bei uns an der ESP rumzudrehen. Oder?
Leider fehlt mir momentan die Zeit, ich würde das gerne weiter verfolgen. Siehe auch hier:
f24.parsimony.net/forum58208/messages/50745.htm
Grüße

Marius




Re: oder doch auf Ethanol umsteigen? (o.T.) 20 Jahre 3 Monate her #65843

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Geschrieben von 250SEmart am 23. November 2005 01:49:04:
Als Antwort auf: Re: oder doch auf Ethanol umsteigen? (o.T.) geschrieben von majus am 23. November 2005 00:37:10:

Moinsen Marius,
geht mit ähnlich mit der Zeit. Aber als Alternative auch zum LPG finde ich Ethanol schwer interessant. Bin schon am Trüffel-Info-Schnüffeln.
Die kurzkettigen Alkohohle sind halt eher "sauer", weshalb die verbauten Materialien von Interesse sind. Allerdings vorzugsweise wenn es um Gummidichtungen -leitungen und ähnliches geht. Dem Tank und andere "ferronen" Metalle sind da, soweit ich das bis dato überblicken kann, unproblematisch.

Grundlagenforschung besteht in meinem Augen vor allem bei der Einstellung der Zündung. Ethanol verbrennt anders als der herkömmliche Sprit und auch noch bei höheren Oktanzahlen und Temperaturen. Wie bei LPGsind wohl die Ventilsitze bzw. deren Härte ein Kasus Knackus.
Bevor man in den Feldversuch geht wäre ebenfalls noch zu klären, was man alles ruinieren kann. Einspritzdüsen, ESP, Leitungen, Ventile und deren Sitze, hm…?!
wennst was weiterbringendes findest kannst ja Meldung machen, werde es auch so halten.


spritige Grüße
Martin




Nachtrag Ethanol 20 Jahre 3 Monate her #65957

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Geschrieben von majus am 27. November 2005 14:00:55:
Als Antwort auf: Re: oder doch auf Ethanol umsteigen? (o.T.) geschrieben von 250SEmart am 23. November 2005 01:49:04:

Moin Martin,
hier noch ein Nachtrag:


Moin MOin,
Da die Thematik Ethanol als Kraftstoff mein Täglich Brot ist hier ein paar Aspekte:

Auf der Welt gibt es verschiedene Kraftstoffe mit unterschiedlichen Ethanolgehlate (wie auch schon beschrieben):

ECE-Kraftstoff (EU) bis 5% Ethanol

E10 (USA) bis 10% Ethanol

E25 (Brasilien) bis 25% Ethanol

E85 (Skanidinavien, Baltikum, Japan) 85% Ethanol
Des Weiteren gibt es auch noch M15 mit 15% Methanol (glaube USA)
Der Ethanol hat gegenüber "Benzin" folgende drei gravierende unterschiedliche Verhaltensweisen:

1. Quellverhalten. Wie auch Biodiesel hat Ethanol ein anderes absorbtionsverhalten gegenüber Gummie. Die Quellung von O-Ringe und sonstige Gummie-Teile ist wesendlich größer. Dadurch kann es sein, daß O-Ringe so weit aufquellen, daß sie aufgrund mangelnden Ausdehnungsraumes zerquetscht werden (und undicht werden). Kraftstoffsysteme die für E25 und E85 ausgelegt sind haben normalerweise größere "Quellräume" für O-Ringe (das diese aus Viton oder GTL sind versteht sich von selbst)

2. Alkoholat-Bildung. Aluminium und, soweit ich weiss, auch Magnesium wird direkt vom Ethanol angegriffen. In den 60ern und 70ern hat z.B. die Fa. Bosch seine Vergaser für den brasilianischen Markt komplett vernickelt weil es häufig Ausfälle gab. Heutzutage werden die Kraftstoffsystem aus diesem Grund komplet aus Edelstahl gebaut. BMW hebt diesen Vorteil z.B. speziell beim 7er 12Zyl. hervor.

3. Zersetzung von Ethanol im Leitungssystem. Unter Anwesenehit von Kupfer kann sich der Ethanol in Essigsäure umwandeln. Dies geschied sehr langsam, normalerseise somit kein Problem. Steht das Fahrzeug jedoch über längere Zeit kann dies zu Probleme führen.

Ein weiteres Problem ist das Auswaschen der Zylinderlaufflächen bei Aluminium-Zylindern (eben aufgrund von Alkoholatbildung).
All diese Probleeme können auftrten, müssen aber nicht. In der Automobilindustrie geht man diesbezüglich kein Risiko ein. Ich persöhnlich würde es, insbesondere beim M180 für dem es ausreichend Ersatzteile gibt, und der nicht all zu viele km auf dem Bickel bekommt einfach darauf anlassen kommen. Aber natürlich die Augen aufhalten, vorallem bei Gummiedichtungen!
Gruß,

Joris


entnommen aus dem Forum der Unimog Community

www.unimog-community.de/index.php?name=P...665951292c2562df29ff
Ich würde sagen, wir nehmen einen der beiden M189 Motoren vom Lutz, der braucht ja eh max. einen, den anderen können wir doch mal als Versuchsmotor nutzen :-)
Grüße

Marius






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