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Re: Druckfühler D-Jetronic...reparabel? 21 Jahre 11 Monate her #41767

  • Ulrich
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Geschrieben von Ulrich am 29. März 2004 17:21:34:
Als Antwort auf: Druckfühler D-Jetronic...reparabel? geschrieben von Dr. Benz am 29. März 2004 14:21:05:

Hallo Stefan,

ähnliche Membranen sind in der Messtechnik als Wirkdruckmittler oder auch als Plattenfeder bekannt. Bei uns auf dem Werksgelände (Ich arbeite bei einem ziemlich großen Chemiekonzern) gibt es eine eigene Werkstatt für Messgeräte und ein paar Leute kenne ich auch noch von damals als ich noch in der Lehre war. Als Pleffs W107 noch Probleme mit der D-Jetronik hatte hab ich mich schon mal erkundigt ob der Druckfühler (der dann doch nicht kaputt war) repariert werden könnte. Grundsätzlich sagte man mir daß es möglich wäre, bloß müßte man eine Membran finden die mechanisch halbwegs paßt und eine ungefähr passende Federrate hat. Dann müßte man die Kennlinie einer intakten Druckdose aufnehmen um die reparierte Druckdose anpassen zu können. Da die Spule innerhalb der Druckdose aber nur bei einer Weschselspannung wirksam ist müßte man erstmal wissen was für ein Signal das Steuergerät herausgibt (Welche Freuquenz, echte Wechselspannung oder pulsierende Gleichspannung, Schwingungsform (Sinus-, Rechteck-, dreieck- oder Sägezahnform) und noch ein paar Angaben mehr, die man aber mit einem handelsüblichen Oszillografen messen kann (sofern man so ein hat oder einen kennt der eines hat und auch ausleiht. Dann braucht man, um das Signal des Steuergerätes zu simulieren einen Freuquenzgenerator, der die Signale vom Steuergerät nachbilden kann. Falls das Signal vom Steuergerät unter allen möglichen Lastzuständen immer konstant ist könnte man sich den ganzen Zirkus sparen und den Druckfühler zur Kennlinienaufnahme und Justieren vom Steuergerät versorgen lassen.

Eigenlich mißt der Druckfühler den Unterdruck im Ansaugsutzen, also müßte man jetzt eine kleine Vakuumpumpe haben um die Kennlinie aufzunehmen. Da aber tatsächlich nur die Druckdifferenz zwischen Atmosphärendruck (Luftdruck) und dem Druck im Ansaugstutzen gemmesen wird kann man genau so gut etwas Druck auf die andere Seite geben um den Unterdruck zu simulieren.

Vielleicht kannst Du ja mal bei einer der nächsten Sternschuppen-Aktionen einen defekten Fühler mitbringen, dann können wir den mal gemeinsam zerlegen und ansehen.

Gruß

Ulrich






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