Geschrieben von Michael B. am 20. Juli 2004 10:15:13:
Als Antwort auf: Re: Bremskraftverlust geschrieben von Martin am 19. Juli 2004 23:22:17:
ich schonmal für eine blendende Idee...( Läster,läster...)
Versuchen wir es mal systematisch.
Zum Unterdruck:
Drei Fehlerquellen gilt es zu suchen:
1. Undichtigkeit im BKV - Unterdruckteil.
Primitivmethode: Ansaugschlauch am BKV lösen,Ersatzschlauch ( du hast ja einen! ) drauf mit eigener Lunge Unterdruck herstellen.
Als starker Raucher habe ich dafür allerdings einen Schlauch mit Unterdruckmesser,Rückschlagventil und umgebauter Fahradpumpe...
Frage: Hält der Unterdruck? Wenn nein,Membran defekt ( eher selten,dann BKV tauschen)oder die Luft zieht zwischen BKV und HBZ-Anschluss.
Da liegt ein O-Ring - der hält aber eigentlich ewig,ausser der HBZ wurde gelöst und mit altem Ring wieder angebaut.
2. Rückschlagventil ein Leitung prüfen - könnte eventuell nicht dicht schließen - ist aber sekundär,da ein undichtes Ventil nur in Kombination mit Fehler 1 zu den beschriebenen Symptomen führt.....
3. Leitungs und/oder Anschlußdefekt zwischen Rückschlag und Saugrohr - Leitung undicht,sodass an Drosselklappe vorbei der Unterdruck zusammmenbricht.
Tritt aber bei einwandfreiem Ventil nur in Verbindung mit Fehler 1 auf,da ein Loch im Schlauch über Einstellung bei ASU überspielt würde...
Zum Pedalweg:
Auweia....
( Eigentlich müsste ich jetzt etwa 10 Seiten schreiben..)
Die Frage nach Ausbau des Gerümpels resultierte aus der Erkenntnis,dass häufig die Einstellung der Excenterschraube zwischen Pedal und Betätigungsstange nicht beachtet wird.Resultat:elend langer Leerweg.
Oder sie hat sich gelöst?
Das waren jetzt die einfachen Ideen...
Jetzt kommts!
Eigentlich haben die Autos prinzipbedingt einen recht kurzen und harten Pedaldruckpunkt - bei neuer Anlage..
Dummerweise resultiert aus mechanischen Gründen daraus auch eine gewisse Empfindlichkeit.
( Die anzuwendenen Pedaldrücke sind;gemessen an heute,recht hoch,die Unterstützung relativ gering.( Damals waren die Kutscher noch Trommeln gewohnt,ergo war " Reintreten"angesagt und mit der Eonführung der Scheibenbremsen mit BKV war Otto Normalverbraucher überfordert.
Dialog,mit Beule an Stirn: "Aber ich hab nicht stark gebremst" " Hänts ä Brämskraftverstärker ins Autole...?"
Von DEM Dialog kommt übrigens in der Deutschen Sprache der falsche Begriff: Bremskraftverstärker"
( Was er bekanntlich nicht ist;er reduziert eigentlich nur die Übersetzung Pedal- Bremse..)
Jetzt zum Eingemachten:
langer Pedalweg:
1: s.o.
2: Innen rostige Bremszangen,deren Oberfläche verseucht ist,sodass der Kolben nicht mehr über den Dichtring rutschen kann,sondern diesen verkantet und dann ein zu hohes Lüftspiel produziert.
( Nach meinen Erfahrungen mindestens 75% aller Fälle,wenns kein Problem wie weiter oben ist..)Abhilfe: Bremszangen überholen oder neu..
3:Schlagende Bremsscheibe oder konisch gelaufene Bremsscheibe.
( Meist Endstufe von 2.)
Schlagende Scheibe merkt man allgemein im Pedal ( obwohl ich schon Leute erlebt habe,die dermassen schmerzfrei waren,dass sie nix gemerkt haben,obwohl die Karre bei einer harten Betriebsbremsung schüttelte),
konische Scheibe merkt man nicht...
Reicht das jetzt fürs Erste?
Michael