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Guter Ansatz, echt guter Ansatz... 14 Jahre 10 Monate her #109094

  • Michael B.
  • Michael B.s Avatar Autor
Nur ist es nicht die Zündspule, die ist bei den Aotos nämlich recht unauffällig.

Ich schmeisse jetzt mal mit einer alten Mechanikerweisheit aus den Sechzigern des vorigen Jahrhunderts:



Bleibt die Kiste schlagartig und ohne vorherige Mucken einfach weg, haben wir es mit einem Kupferwurm zu tun.

Meckert sie vorher eine Zeitlang, suchen wir mal auf der Spritseite...



Womit der Zusatzluftschieber aussen vor wäre - weil spritseitig.

( Ja, klingt absurd; mal drüber nachdenken.Gemisch und so und analoges Verhalten...)



Also:

Auto bleibt wech, wenn wärmer, weil schon länger gelaufen oder Aussentemperatur höher..



Meistens fährt er normal, um dann im Leerlauf ( Wo der Zündspannungsbedarf höher ist -jaja..) auszugehen.



Ich verwette jetzt einen 9,8 Kilowatt Blaubrenner ( Uwe weiss, was ich meine, ja ich bin unterhalb von 10 mit sauberen Werten!)

daß des Rätsels Lösung das Zündschaltgerät ist.

Die blöden Dinger werden nämlich seit ca 5 Jahren zusehends auffällig.

Klar: die haben ihre projektierte Lebensdauer auch um das dreifache überschritten.

Und sind nicht wirklich reparabel , weil vergossen.



Es gibt eine Brutalmethode aus der ( aus der Not geborenen!) Praxis:



Fünfliterkanister mit Wasser mitnehmen, fahren bis der Mops auftritt anschließend das Wasser über das Schaltgerät laufen lassen ( Rechts unten neben dem Kühler) damit abkühlen.

In ca 90% aller Fälle läuft der Eimer dann wieder.



Und dann hat man die passende Diagnose.

Die Konsequenz daraus besteht im Einkauf einerIgnition...



Ist

A: Billiger

B: Man spart den Ärger mit den mittlerweile absurd schrottigen Unterbrecherkontakten einer ehemals für Qualität berühmten Firma die mal ganz stolz " Made in Germany" auf den Kram gestanzt hat.

Und C:



Alle Zündschaltgeräte auf dem Gebrauchtmarkt sind auch mindestens 40 Jahre alt.



Kurzzeitabhilfe besteht übrigens in der Montage einer Standardzündspule und dem Umschalten auf ordinäre Unterbrecherzündung.

Geht auch, nur bei hohen Drehzahlen ist die etwas überlastet, weil die Ladezeiten der Spule zu gering werden..



(Immerhin bin ich mal auf die Tour nach Hause gekommen... Oberhalb von 170 Km/h brach zwar die Leistung ein - aber...))



Und den Zusatzluftschieber kann man innerhalb gewisser Grenzen ( Die auch durch das Einsatzprofil des Autos gesetzt werden; wenn der nicht unbedingt bei Minus 30 Grad sauber starten muss, kann man durchaus den Fusspunkt etwas verschieben... ) überlisten.



Michael





[img]./zwinkern.gif[/img]

Re: Nein, nein, nein... 14 Jahre 10 Monate her #109101

  • Uwe 3.5
  • Uwe 3.5s Avatar Autor
Hallo Michael,

so sehr ich Deine Einschätzungen auch schätze, aber diesmal kann nicht sein, was nicht sein darf [img]./zwinkern.gif[/img][img]./zwinkern.gif[/img]



Natürlich hast Du recht, dass das digitale Absterben nicht so recht mit einem analog arbeitenden ZSL zusammenpasst, aber ich will das Auto original lassen.

Klingt unvernünftig, ist es auch.

Ich nix Zündungsgebastel.

Vorher verkauf ich den echt, dann sollen andere das machen. Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiss...



Ich hab aber auch die Erfahrung gemacht, dass mein Motor sehr sensibel auf falsches Gemisch reagiert. Ich hatte mal bei nicht ganz warmer Maschine den Leerlauf etwas nach unten gedreht, da ist mir der warme Motor auch an der Ampel abgestorben.



Hast Du Dir mal das gelesen, was ich mir so zusammengereimt hatte?

Schlechter Warmstart, relativ geringer CO bei der AU, und das Auto stand jetzt ca. 6 Monate (jaja, ich weiss, das heisst FAHRzeug).

Ich hoff immer noch auf den ZLS, werde aber für die Versuchsfahrten auf jeden Fall Wasser (oder alternativ eine Dose Bremsenreiniger, kühlt auch) mitnehmen.



Für Deine Theorie spreche aber, dass der Hobel nach relativ kurzer Zeit wieder angelaufen ist... das ZSG würde wohl schneller abkühlen als der ZLS.

Vielleicht kann man das auch irgendwie anders anordnen, dass es weiter weg vom heissen Kühler und mehr im Fahrtwind hängt...*grübel*



Irgendwo müsste ich auch noch ein neues ZSG liegen haben.



OT:

Ich überleg noch, ob die Blaubrenner-Wette annehme. Mein Schwarzer meinte aber, dass da was geändert werden soll und die demnächst auch gemessen werden müssten (?) Ist der auch von Intercal?





Gruß

Uwe



PS: Blöde Frage: Warum ist im Leerlauf der Zündspannungsbedarf höher?

Re: Tut... tut nicht... tut... *reloaded* 14 Jahre 10 Monate her #109141

  • VolkerC
  • VolkerCs Avatar
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  • Beiträge: 168
  • Dank erhalten: 7
Hallo Uwe,



nachdem ich jetzt Dein Problem gefunden habe, kann ich auch was antworten!



Bevor wir in die D-jetronic einsteigen, frage ich Dich, ob Du im Winter die Batterie abgeschlossen hattest und jetzt den Pluspol nur lose aufgeschoben hast. Wenn ja, ziehe die Schraube fest. Die Einspritzpumpe wird nämlich direkt von der Batterie (über ein Relais gesteuert) mit Spannung versorgt. Ich hatte mal genau das gleiche Phänomen. Pluspol im Frühjahr schnell aufgeschoben und mitten auf der Brücke stehen geblieben. Weggeschoben und dann ging er plötzlich wieder, um bald darauf ganz stehen zu bleiben.



Ansonsten spricht nichts für den ZLS. Der macht Dir einen sägenden Leerlauf aber kein ständiges Motor-Aus.



Wenn Du nach Anschalten der Zündung die Benzinpumpe hörst, würde ich mal den Benzindruck am Kaltstartventilanschluss (2.0 +0,1 bar) messen. Dann weißt Du, dass Sprit da ist. Dabei auch gleich mal alle Düsen und Benzinschläuche auf Dichtigkeit prüfen. Falscher Druck und Undichtigkeit ist auch das Hauptproblem für mangelhaften Warmstart.



Ansonsten musst Du das gesamte Prüfprogramm der D-Jet systematisch durchgehen. Also alle Sensoren, Gebiss, Saugrohrdruckfühler und Drosselklappenschalter.



Noch ein Hinweis zum ZSG: Das kann man prüfen, indem man die Spannung an Klemme 15 der Zündspule gegen Masse misst. Bei geschlossenem Unterbrecherkontakt soll der Transistor dann dort eine Spannung von 2,6-3,5 V erzuegen. Bei offenem Unterbrecherkontakt sollen hier 0 V anliegen. Das überprüft das Durchschaltverhalten des Transistors (Germanium Zündschaltgerät).



Volker
Viele Schraubergrüße, Volker
Fast alles über die D-Jetronic: oldtimer.tips

ZSG prüfen 14 Jahre 10 Monate her #109148

  • Michael B.
  • Michael B.s Avatar Autor
ist absolut korrekt beschrieben.

Gehässigerweise reagieren aber die Dämeldinger genau bei DEM Test häufig , wie sie sollen.

Anschließend staunt der Laie und der alte Fachmann wundert sich wgs Erfahrung nicht.



Diese ganzen Testprozeduren sind Anno Pief ersonnen worden - da waren die dusseligen Transistoren aber noch keine 40 Jahre alt und haben deswegen nur Produktionsfehler aufgewiesen.

Ich erinnere hier an die peinliche Nummer des W 109 3,5 Testwagens der AMS, der kurz nach Testbeginn in die Werkstatt musste.

Rate mal, was dort ersetzt wurde....

Heutzutage leiden die seit mehreren Jahrzehnten fleissigen Transistoren aber an Altersschwäche....

Und die Kondensatoren sowieso.



Man muss Testverfahren von Anno Dunnemals oft hinterfragen:

Wofür waren die in der Praxis gedacht, was sollte damit erreicht werden und was könnte heute an den Parametern anders sein.



O.K. : Klugscheissmodus wieder aus.



Michael[img]./zwinkern.gif[/img]

Re: Re: Tut... tut nicht... tut... *reloaded* 14 Jahre 10 Monate her #109163

  • Uwe 3.5
  • Uwe 3.5s Avatar Autor
Hallo Volker,

als kurze Zwischenmeldung vor den nächsten Tests: An der Benzinpumpe liegts nicht. Rotes Zusatzkabel ist am +Pol und das Dingens läuft auch an, wie´s sein soll.

Plan ist, am kommenden WE mal das Ding zu fahren, bis es steht und Pauls 9te-Kerzen-Test sowie den Versuch mit Abkühlung des ZSG zu fahren. Ausserdem hab ich zufällig hier noch ein neues (ja, war noch nie angeschlossen) ZSG liegen. Made in Spain. Ab wann hat Bosch in Spanien produziert? Vielleicht kann ma so etwas das Alter eingrenzen (jaja, ich weiss, die Kondensatoren sind vermutlich auch uralt, aber die Hoffnung stribt zuletzt).



Uwe
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