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15W-40 - "Jauche" ... 21 Jahre 1 Woche her #56231

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Geschrieben von Bodo 200 D am 15. März 2005 11:02:56:
Als Antwort auf: Welches Motoröl (Antwort auf Beitrag von Dirk)? geschrieben von Bernd aus MA am 15. März 2005 10:44:23:

..., und zwar von der billigsten Baumarktsorte (mit "niedriger" API-Norm, die es "erst" seit den 80ern gibt), "kippe" nicht nur ich, sondern viele andere, nachweislich eingefleischte Vielfahrer, Maschinenbauer, Mechaniker und übrigens auch Taxifahrer in ihre Olddaimler-Motoren. Und ich rate es jedem, der sein Geld nicht zum Fenster rausschmeißen will.
Aktuelles "Experiment" bzw. "corpus delicti": Ein 280 E W123 Automatic, Bj. 76, eingesetzt als Taxi in München und Umland, km-Stand des ersten Motors, zweite Kolben: 768.000 km, Verbräuche unter 12 Liter ohne weiteres realisierbar, Ölverbrauch ca. 0,1 Liter pro Tausend. Einziges Zugeständnis: Mit "normalem" Ölwechsel a lá Schule geht das natürlich nicht, da heißt es "spülen".
BTW: Wenn man gegen "Religion" ist, darf man auch kein Ideologe sein.
*Gruß

Bodo (dessen 15/40er Öl API SF (aktueller Kurs: 3,99 Euro/5l-Kanister, aus Münchner Baumarkt) im Diesel(!)-OM 621 auch nach 2500 km noch schön hell ist und konsequent alle 5000 km wechselt, aber auch 25000 km im Jahr abspult, und zwar zu 98 Prozent Vollgas, wie auch anders ;-)))




15W-40 - "Jauche" ... 21 Jahre 1 Woche her #56229

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Geschrieben von Bodo 200 D am 15. März 2005 11:02:56:
Als Antwort auf: Welches Motoröl (Antwort auf Beitrag von Dirk)? geschrieben von Bernd aus MA am 15. März 2005 10:44:23:

..., und zwar von der billigsten Baumarktsorte (mit "niedriger" API-Norm, die es "erst" seit den 80ern gibt), "kippe" nicht nur ich, sondern viele andere, nachweislich eingefleischte Vielfahrer, Maschinenbauer, Mechaniker und übrigens auch Taxifahrer in ihre Olddaimler-Motoren. Und ich rate es jedem, der sein Geld nicht zum Fenster rausschmeißen will.
Aktuelles "Experiment" bzw. "corpus delicti": Ein 280 E W123 Automatic, Bj. 76, eingesetzt als Taxi in München und Umland, km-Stand des ersten Motors, zweite Kolben: 768.000 km, Verbräuche unter 12 Liter ohne weiteres realisierbar, Ölverbrauch ca. 0,1 Liter pro Tausend. Einziges Zugeständnis: Mit "normalem" Ölwechsel a lá Schule geht das natürlich nicht, da heißt es "spülen".
BTW: Wenn man gegen "Religion" ist, darf man auch kein Ideologe sein.
*Gruß

Bodo (dessen 15/40er Öl API SF (aktueller Kurs: 3,99 Euro/5l-Kanister, aus Münchner Baumarkt) im Diesel(!)-OM 621 auch nach 2500 km noch schön hell ist und konsequent alle 5000 km wechselt, aber auch 25000 km im Jahr abspult, und zwar zu 98 Prozent Vollgas, wie auch anders ;-)))




Re: also gut, 21 Jahre 1 Woche her #56233

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Geschrieben von Dirk
am 15. März 2005 11:17:56:
Als Antwort auf: Welches Motoröl (Antwort auf Beitrag von Dirk)? geschrieben von Bernd aus MA am 15. März 2005 10:44:23:

einigen wir uns darauf: Kammer mache, muss mer aber net.
Gruss

Dirk




Nicht alles ist Jauche..... 21 Jahre 1 Woche her #56242

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Geschrieben von Bernd aus MA am 15. März 2005 14:35:35:
Als Antwort auf: 15W-40 - "Jauche" ... geschrieben von Bodo 200 D am 15. März 2005 11:02:56:

...wo 15W-40 draufsteht.
Hallo Bodo,
beispielsweise ist dieses Öl hier gar nicht schlecht:
Liqui Moly TOURING HIGH TECH 15 W-40 HD
Zwar hat es alle Nachteile mineralischer Öle (v. a. die Verschmutzung des Motors durch das Grundöl selbst), durch ein recht gutes Additiv-Paket ist es aber gar nicht so schlecht.
Die Nachteile eines mineralischen Öls wiegen auch umso weniger, je häufiger man das Öl wechselt (bei Dir alle 5000 km!) und je mehr man Langstrecke fährt.
Langstrecke und häufiger Ölwechsel sind der schonendste Motorbetrieb, da sind hohe km-Laufleistungen die Regel. Aber Kurzstrecke, und das über Jahre, das setzt dem Motor zu. Und werden nicht genau auf diese Weise die meisten Oldtimer betrieben? Umso mehr erfordert diese Betriebsart ein gutes Öl.


Übrigens: Gerade für Deine eher drehzahlfreudige Fahrweise ist die API-Norm ungeeignet (ist eine US-Norm für drehzahlschonende Fahrweise bei strengem Tempolimit). Besser eignet sich die (europäische) ACEA-Norm zur Qualitätsbeurteilung. Wer ein Öl mit ACEA A3-/B3-Profil fährt, fährt im Prinzip nicht schlecht, weil relativ verschleißarm. Gute mineralische 10W-40-Öle erfüllen diese Norm durchaus, ein vollsynthet. ohnehin. Nur hat dieses eben die in diesem Thread beschriebenen zusätzlichen Vorteile, die gerade beim Olddaimler nicht zu vernachlässigen sind.
Noch was: Wenn Dein Öl bei einem alten Diesel noch nach 2500 "schön hell" ist, dann ist das ein schlechtes Zeichen. Der unvermeidliche Dreck (beim Diesel besonders der heftige Rußeintrag) hängt dann nämlich garantiert im Motor statt im Öl! Und da kann man ihn, wie schon gesagt, überhaupt nicht brauchen, und zwar an keiner Stelle. Irgendwann sind dann die Kolbenringe wie festgebacken: Die Öldichtigkeit stellt dann die Dreckschicht noch eine zeitlang sicher, die Kompression nimmt aber schleichend ab. Dann hilft nur noch eine Motorinnenreinigung. Ein gutes Öl hält den Motor immer sauber. Durch wirksame Detergentien (Reinigungsadditive) werden Ablagerung schon im Ansatz gelöst. Und Dispersanten im Öl halten den Dreck in der Schwebe (machen ihn also unschädlich) bis zum Ölwechsel.
Übrigens: Ein 200D ist natürlich ein extrem problemloser Kamerad und in jeder Hinsicht anspruchslos. Aber was, wenn Du einen OM 617 A oder OM 622 A fährst (Turbodiesel)? Für so eine Maschine ist auf ein leistungsfähiges Öl eine Überlebensvoraussetzung - auch im Langstreckeneinsatz.
Grüße
Bernd




Re: Nicht alles ist Jauche..... 21 Jahre 1 Woche her #56244

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Geschrieben von Bodo 200 D am 15. März 2005 15:21:39:
Als Antwort auf: Nicht alles ist Jauche..... geschrieben von Bernd aus MA am 15. März 2005 14:35:35:

Hallo Bernd,
"Jauche" hatte ich ironischerweise vom Vorredner übernommen. Und keine Sorge, mein Heizölverdicher ist glücklicherweise kerngesund. "Am Klang sollt ihr sie erkennen ..."
Nun kennen wir ja so ziemlich alle Faktoren, die sich auf die Lebensdauer aller Teile im Motor auswirken, egal ob Benzin oder Diesel.
Beim Diesel kann der zwangsläufig bei der Verbrennung entstehende Ruß (Stichwort: Zündverzug beim Selbstzünder) theoretisch nur einen Weg ins Öl finden: An den Kolbenringen vorbei, umso mehr, wenn selbige und/oder die Laufflächen verschlissen sind oder die Ringe nicht frei sind. Sicher, das geschieht bei alten, unüberholten Motoren leichter als bei einem neuen oder (richtig) überholten. Bei meinem Auto durfte ich praktisch bei km 0 anfangen und "brauche" also kein "leistungsfähigeres" Öl; von Anfang an kam billiges mineralisches 15/40er rein. Auch die Ölpumpe ist neu und sorgt für spontanen und gleichmäßigen Druck. Aufgrund vorschriftsmäßig dichtender Kolbenringe gelangt also bei unter 3800 U/min (Grenze Zündverzug) kaum Ruß ins Motoröl. Dennoch gelangen mit der Zeit Verbrennungsrückstände ins Öl, allein durch den hohe Verdichtung beim Diesel. Aber auch das sog. Billigöl vermag diese in der Schwebe zu halten. Gehört jedoch auch dazu, dass sonst alle Einstellungen optimal stimmen, damit der Motor möglichst sauber verbrennt (einen guten Anteil daran haben auch die modernen Dieselkraftstoffe mit ihren Additiven - kein Vergleich zu früher...)
Ablagerungen in Kanälen konnte ich natürlich noch nicht prüfen, aber die Ölwanne sowie der Ventildeckel zeigen sich von der saubersten Seite. Der meiste Mist landet im Filter. Natürlich ist das Öl nach 5000 km pechschwarz und sollte raus, weil es dann stark nachlässt. Die langandauernde Helligkeit, bedingt durch innere Sauberkeit, nicht durch "Ablagerungen", erziele ich mit einer besonderen Art des Ölwechsels, die ich hier schon mal beschrieben hatte. Ich habe inzwischen nach Neueinbau den neunten ÖW gemacht, mit konstant gutem Ergebnis. Nun gehe ich dazu über, nur noch bei jedem 2ten ÖW den Filter zu wechseln (der ist nämlich teurer als 10 Liter Öl...).
Ich glaube auch nicht, das Oldtimer in der Regel so bewegt werden, was man gemeinhin als "Kurzstrecken-Betrieb" nennt. Wenig gefahren ja, aber wenn, dann für 'ne Tour oder doch längere Ausfahrt. Die meisten Oldie-Besitzer wissen, dass man seinen Motor nicht "mal so" anmacht und sorgfältig warm fährt und ihm lange Strecken nur gut tun (von alten Jaguars mal abgesehen, da ist es bald anders rum ;-))
Aber das der OM 621 ein herber "Bauernmotor" ist, der sogar kurzfristig mal ohne Öl kann (erlebt!), is klar... - und deswegen liebe ich diesen Universal-Dauerbrenner. Diesel selbst hat ja schon im Gegensatz zu Benzin schon Schmiereigenschaften, wohingegen Benzin beim Kaltstart ins Öl gelangt und dieses zunächst verdünnt...
*Gruß

Bodo (noch immer unterm Strich mit mehr Benziner- als Diesel-Erfahrung, auch dort immer mit "Jauche" gefahren ;-))




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