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THEMA:

Re: Re: Quatsch 17 Jahre 11 Monate her #92530

  • Michael B.
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zurückkaufen:

Leasen natürlich



Michael[img]./traurig.gif[/img]

Auch so Quatsch ... 17 Jahre 11 Monate her #92531

  • Robert_D
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Hallo Michael,





>> (Einige Finanzämter streiken da tatsächlich! Äh:ROBERT??)





ich höchstpersönlich habe diese Saat des Zweifels in Christoph gesät - nicht um ihn zu ärgern oder zu verunsichern, sondern um ihn vor den möglichen Konsequenzen zu warnen.

Das Problem ist: die Behandlung dieser Frage ist nicht etwa von Amt zu Amt unterschiedlich, sondern von Bearbeiter zu Bearbeiter!

Ich habe das Thema im Kollegenkreis bereits einmal durchgekaspert, und von den vier befragten Kollegen bekam ich fünf unterschiedliche Meinungen ...



Alles Weitere zu DIESEM Punkt siehe mein posting an den Flossenpfleger in wenigen Minuten ... [img]./zwinkern.gif[/img]







>> gibts noch das Steuerverarschkonstrukt:



>> Fahrzeug an Leasingfirma verkaufen, zurückkaufen, normal versteuern und ALLE Kosten incl. Leasing dem Staat aufs Auge drücken.

>> Ganz legal.

>> Gesetze sind dazu da, korrekt ausgenutzt zu werden....





Zu DEM Punkt frage ich mal ganz doof nach: wo liegt denn da der Vorteil???



Er kann doch das Auto ganz normal auf die Firma kaufen, zulassen, fahren ... und kann dann ebenfalls ALLE Kosten steuerlich berücksichtigen (ggf. abzüglich der 1%-Regelung, die aber auch beim Leasingwagen genauso abgezogen werden würde.)

Die Leasingfirma kann den Wagen ebensowenig auf "H" zulassen, so daß CeBe dann den höheren Steuersatz trotzdem berappen müßte - und dann natürlich noch ein Scherflein an die Leasingfirma extra, weil die das Ganze ja auch nicht aus Jux und Dollerei macht, sondern damit Geld verdienen will.



Das wäre m.E. bestenfalls ein Nullsummenspiel, wenn nicht sogar noch ein Verlustgeschäft.



Schönen Gruß,

Robert

Re: Ja steht denn irgendwo in den... 17 Jahre 11 Monate her #92535

  • Robert_D
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Hallo Alex,



>> Ja steht denn irgendwo in den ...

>> ... Richtlinien zum H Kennzeichen, dass der Wagen auf eine natürliche Perosn zugelassen sein muss ?




nein, DAS steht nicht darin, aber dafür etwas anderes:

Die FZV (Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr) erklärt in § 2 Nr. 22:

"Oldtimer: Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind ..."


und jetzt kommt der Knackpunkt:

"... und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen"






Da könnte sich nun ein etwas angepißter Finanzbeamter problemlos auf den Standpunkt stellen, daß eine gewerbliche Nutzung und die "Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes" sich gegenseitig ausschließen würde ...







>> ICh habe es nicht gefunden, ich hatte auch schon mal die Idee, die Flosse auf die Firma zu schreiben, damalige Recherche ergab im groben folgendes:



>> Der TüV bescheinigt mit dem Gutachten das H Kennzeichen, die Zulassungsstelle interessiert die Form der Nutzung überhaupt nicht, und übernimmt das Gutachten und erteilt die Zulassung, wenn diese beiden Stationen durch sind, geht es zum Finanzamt, und das Fahrzeug ist somit versteuert.

>> Es kann jeder rechtliche Betrieb ein H Kennzeichen auf sein Gewerbe zulassen, eingeschränkt ist die Zulassung nur bei OHG und GbR, dort wird die Zulassung wie bei einer Einzel/Privat Person gehandhabt.




Das ist soweit richtig.

Nur: wenn dann drei, vier Jahre später mal die Betriebsprüfung bei dir vorstellig werden sollte, dann kann es sein, daß diese Kollegen dir dein schönes Konstrukt kaputtmachen, und dich mal eben für die letzten drei, vier Jahre die Kraftfahrzeugsteuer von zwei- bis dreitausend Euro nachzahlen lassen - und das wäre sicherlich auch nicht die angenehmste Variante, oder?



Das Problem ist hauptsächlich, daß das Gesetz hier eine Lücke hat - und diese müßte durch die Rechtsprechung geschlossen werden, um Klarheit reinzubringen.

Nur: bislang habe ich keinerlei Entscheidung zu dieser Frage gefunden, obwohl ich mich wirklich SEHR lange durch das JURIS-System hindurchgewühlt habe!







>> So wäre zumindest bei uns die LAge, ich könnte also Flosse ohne weiteres auf die Firma nehmen und genauso weiterfahren wie bisher.

>> Schwierig weden könnte das nur mit neumodischen FAhrzeugbeschriftungen wie Email Fax und so, da stellen die sich hier etwas an, wenn dann Zeitgenössig!




Natürlich KANN man das so machen, und ich möchte gar nicht wissen, WIEVIELE Fälle es sind, in denen das genau so gehandhabt wird.

Nur kann es eben bei jedem einzelnen von denen irgendwann mal dazu kommen, daß es später mal auffällt, und dann heißt es "Strahlen und Zahlen!"



Eben weil es dazu bislang noch GAR keine Entscheidung gibt, ist das Spiel ja so riskant: wenn es denn irgendwann mal ein entsprechendes - negatives - Urteil geben sollte, dann sind wirklich ALLE dran und dürfen nachzahlen, und zwar vom ersten Tag an!

Einen Bestandsschutz dürfte es auch nicht geben, weil ja der Wagen an sich den Anforderungen für das "H" genügt, aber eben die Nutzung dem eigentlichen Zweck der Zulassung zuwiderläuft.

Das ist im Prinzip das gleiche, als würde jemand seinen steuerfrei zugelassenen Behindertenbus nebenbei auch noch zum gewerblichen Ausliefern von Stückgütern benutzen ...







>> Wenn das das einzig ungelöste Problem ist, dann viel Spass mit dem neuen Wagen!




Wie gesagt: ich würde diesen Punkt nicht ganz so auf die leichte Schulter nehmen!



Ich habe CeBe jetzt empfohlen, er könne sich um eine (kostenpflichtige ...) "verbindliche Auskunft" des Finanzamtes bemühen - an die ist das Finanzamt nämlich auch dann gebunden, wenn hinterher eine anderslautende Rechtsprechung aufkommen sollte.

Ärgerlich ist nur: diese Auskunft ist immer personenbezogen, und so ändert sich für alle anderen auch dann nichts am oben gesagten, wenn Christoph tatsächlich eine positive Auskunft erhalten sollte. [img]./traurig.gif[/img]





Schönen Gruß,

Robert

Re: Mooooment mal 17 Jahre 11 Monate her #92539

  • paul
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1. Nicht der Finanzbeambte bestimmt, "wie" ich mein Geschaeft fuehre .. und welche Ausgaben dafuer gemacht werden sollen. Er darf gar nicht auf dem Sessel des Unternehmers steigen. Er unternimmt nicht in MEINEM Betrieb.

2. Wenn ich Werbung machen will, bestimme ICH wie das geschieht und nicht das Finanzambt. Wenn ich dafuer nen Oldie brauche bestimmt das einig und aleine DER Unternehmer und nicht das Finanzambt. Ob ich nur nen Fax benoetige oder nen Olddaimler bestimme einzig und aleine NUR ICH.

3. Wenn nicht WORTLICH Gesetzlich verboten, dann ist es GESETZLICH ERLAUBT.



Also Christoph: Nimm dir nen 6.3 und lass das Finanzambt mitzahlen, weil du EXTRA Betriebskosten avom Gewinn absetzen kannst und auch darfst.

Lege dazu vielleicht noch eine Summe zur Seite, die, wenn eine Gerichtsverfahren gehalten werden soll, zur Deckung dieser vorhersehbare Kosten (was in Holland bis vor wenige Jarhe ebenfalls steuertechnisch erlaubt war un bei euch vielleicht auch heute noch immer) und du hasst DOPPELTEN Vorteil, weil dies nicht besteuert werden kann.



Es lebe deine Wahl fuer den 6.3 MIT H-Kennzeichen .....

In deisem Falle kaufe dir den teuersten und besten der zu finden ist

[img]./grins.gif[/img][img]./grins.gif[/img]

Sorry, leider falsch ... 17 Jahre 11 Monate her #92540

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Hallo Paul,



deinen Gefühlsausbruch in allen Ehren, aber trotzdem ist es nicht so leicht, wie du dir das offenbar vorstellst ...





>> 1. Nicht der Finanzbeambte bestimmt, "wie" ich mein Geschaeft fuehre .. und welche Ausgaben dafuer gemacht werden sollen. Er darf gar nicht auf dem Sessel des Unternehmers steigen. Er unternimmt nicht in MEINEM Betrieb.




Nein, es ist tatsächlich deine freie Entscheidung, wie du dein Geschäft führst - nur über die steuerliche Berücksichtigung entscheidest eben nicht du, sondern das zuständige Finanzamt!

Das dürfte in den Niederlanden nicht viel anders sein.







>> 2. Wenn ich Werbung machen will, bestimme ICH wie das geschieht und nicht das Finanzambt. Wenn ich dafuer nen Oldie brauche bestimmt das einig und aleine DER Unternehmer und nicht das Finanzambt. Ob ich nur nen Fax benoetige oder nen Olddaimler bestimme einzig und aleine NUR ICH.




Auch das ist richtig: niemand verbietet dir, für deine Recyclingbude einen Oldtimer, für deine Würstchenbraterei einen Bugatti Veyron oder vielleicht auch für deinen Weinhandel eine Super Constellation anzuschaffen, um deine Kunden in Übersee zu beliefern.

Das kann dir niemand verbieten, schon gar keiner vom Finanzamt.

Aber man kann dir die steuerliche Berücksichtigung dafür verweigern, DAS liegt nämlich in der Macht des Finanzamts!







>> 3. Wenn nicht WORTLICH Gesetzlich verboten, dann ist es GESETZLICH ERLAUBT.




Wie gesagt: hier geht es nicht um verboten oder erlaubt, sondern um steuerlich abzugsfähig oder nicht.

Und DIE Frage wird eben nicht nach deinem (oder Christophs oder Alex') Wünschen und Wollen entschieden, sondern nach dem des zuständigen Sachbearbeiters.





Wie gesagt: es gab schon Fälle, da haben Busunternehmer, die mehrere Behindertenbusse steuerfrei zugelassen hatten, nach dem Behindertentransport täglich noch ein bißchen nebenher verdient, indem sie auch Kleintransporte mit den Bussen gemacht oder Kegelclubs durch die Landschaft kutschiert haben.



Die Autos hatten sie ja, und die steuerfreie Zulassung dafür war auch erstmal in Ordnung, weil sie ja tatsächlich die Behindertenfahrten damit gemacht hatten - aber als die zweckfremde Benutzung dann aufgedeckt wurde, mußten sie ganz derb für einige Jahre die Kraftfahrzeugsteuern nachzahlen ...





Schönen Gruß,

Robert
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